Mit dem Ozobot die Welt der Programmierung erkunden

Mit dem Ozobot die Welt der Programmierung erkunden

Aktualisierte TaskCard für die Einführung und Nutzung des kleinen Roboters in der Grundschule (und darüber hinaus)

In einer immer digitalen werdenden Welt ist es für Kinder wichtig, grundlegende Programmierkenntnisse zu erwerben und algorithmische Vorgänge zu verstehen. Dabei geht es nicht nur darum, das nötige technische Wissen zu vermitteln, sondern auch die Kreativität und Problemlösungsfähigkeiten der Lernenden zu fördern. Eine spannende Möglichkeit, dies zu tun, bietet der Ozobot, der Kindern hilft, auf spielerische Weise die Welt der Programmierung zu entdecken.

Der Ozobot ist nicht neu. Die TaskCard Ozobot  hingegen wurde komplett überarbeitet und steht neu zur Verfügung. Die Roboter selbst können im Medienzentrum und einigen Bibliotheken ausgeliehen werden.

Für alle, die den Ozobot noch nicht kennen, hier einige Hinweise.

Der Ozobot ist ein kleiner, handlicher Roboter, der speziell für den Einsatz im Bildungsbereich entwickelt wurde. Er bewegt sich auf gezeichneten Linien und kann alternativ digital über Ozoblockly programmiert werden. Dabei ist der Ozobot nicht nur ein Werkzeug zum Programmieren, sondern auch ein kreatives Spielzeug, das die Lernende motiviert, mehr über Technologie und Problemlösungen zu lernen.

Der Ozobot funktioniert auf Grundlage von Linien und Farbcodes, die mit farbigen Stiften gezeichnet oder als Sticker aufgeklebt werden. Diese erkennt der Ozobot und führt bestimmte Aktionen aus. Mit Richtungsänderungen, besonderen Bewegungen oder Stopps werden Challenges bewältigt, Geschichten erzählt oder mathematische Herausforderungen gelöst. Diese Art der Codierung ist für Grundschulkinder leicht zugänglich und gibt ihnen die Möglichkeit, erste Schritte im Programmieren zu gehen, ohne dass sie dafür tiefgehende Vorkenntnisse benötigen.
Die weiterführende digitale Programmiersprache OzoBlockly, die eine grafische Oberfläche bietet, hilft, die abstrakten Konzepte des Programmierens greifbar zu machen und den Lernenden ein besseres Verständnis für logische Zusammenhänge zu vermitteln.

Warum ist der Ozobot in der Grundschule so wertvoll?

  1. Förderung von Problemlösungsfähigkeiten: Beim Programmieren mit dem Ozobot lernen die Kinder, Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden. Sie experimentieren mit verschiedenen Farbcodes und beobachten, wie der Roboter darauf reagiert, was ihre Kreativität und ihr kritisches Denken anregt.
  2. Frühzeitige Einführung in Programmierung: Der Ozobot bietet eine kindgerechte Möglichkeit, bereits in der Grundschule mit den Grundlagen der Programmierung vertraut zu werden. Dies erleichtert den Übergang zu komplexeren Programmiersprachen, wenn die Kinder älter werden.
  3. Förderung von Teamarbeit: Viele Aktivitäten mit dem Ozobot können in Gruppen durchgeführt werden, was Teamarbeit und Kommunikation untereinander fördert. Beim gemeinsamen Programmieren und Testen von Roboterbahnen lernen die Kinder, zusammenzuarbeiten und ihre Ideen auszutauschen.
  4. Kreativität und Spaß: Der Ozobot ist nicht nur ein pädagogisches Werkzeug. Kinder können ihrer Fantasie freien Lauf lassen, wenn sie eigene Strecken und Aufgaben für den Roboter entwickeln. Durch das spielerische Element wird der Lernprozess gefördert und macht Spaß.
  5. Fachliche und fächerübergreifendes Lernen: Der Einsatz des Ozobots kann fachspezifisch oder fächerübergreifend eingesetzt werden. Auch offene Lernangebote im Rahmen von AGs, im Offenen Ganztag oder in Makerspaces bieten sich besonders für die Umsetzung individueller Projekte an.
  6. Gelebte Fehlerkultur: Das Debuggen ist ein Konzept der Softwareentwicklung, das den systematischen Prozess beschreibt, Fehler (Bugs) in einem Programm oder Code zu identifizieren, zu analysieren und zu beheben. Debuggen wird damit zu einem „coolen“ Prozess, der oft auch auf andere Bereiche von den Kindern übertragen wird.